Alle Drupal-Versionen und ihr Support-Ende
Drupal unterstützt immer nur wenige Hauptversionen gleichzeitig. Innerhalb einer Hauptversion bekommt außerdem nur die jeweils aktuelle Minor-Version (zum Beispiel 11.4) Sicherheitsupdates – wer bei Minor-Updates nicht mitzieht, fällt auch innerhalb einer unterstützten Hauptversion aus dem Schutz.
| Version | Erschienen | Support bis | Stand heute |
|---|---|---|---|
| Drupal 12 | geplant Woche ab 7.12.2026 | – | Erscheint in Kürze |
| Drupal 11 | 02.08.2024 | bis zum Erscheinen von Drupal 13 (geplant 2028) | Aktuell empfohlen |
| Drupal 10 | 15.12.2022 | 09.12.2026 | Upgrade auf Drupal 11 jetzt fällig |
| Drupal 9 | 03.06.2020 | 01.11.2023 | Ohne Support |
| Drupal 7 | – | 05.01.2025 | Ohne Support, nur kostenpflichtiger Extended Support |
Drupal 10: Noch fünf Wochen
Laut drupal.org erreicht Drupal 10 am 9. Dezember 2026 sein Lebensende. Danach erscheinen keine neuen Versionen mehr – auch keine Sicherheitsupdates. Die letzte Minor-Version ist 10.6.
Der Weg nach vorn ist das Upgrade auf Drupal 11. Voraussetzung laut offizieller Anleitung: Ihre Website läuft auf Drupal 10.3 oder neuer, der Server bietet PHP 8.3. Eine Hauptversion überspringen geht nicht – auch nicht direkt von Drupal 10 auf 12.
Drupal 7: Seit Januar 2025 ohne Support
Am 5. Januar 2025 hat das Drupal-Projekt den Support für Drupal 7 endgültig beendet. Seitdem gibt es laut drupal.org weder Sicherheits- noch Kompatibilitätsupdates. Websites auf Drupal 7 laufen weiter, aber neu entdeckte Lücken bleiben offen. Drupal.org weist außerdem auf mögliche Probleme mit Standards wie PCI hin.
Für Websites, die nicht rechtzeitig umziehen können, hat die Drupal Association ein Programm für Extended Security Support aufgelegt. Zertifizierte Anbieter sind HeroDevs und Tag1 Consulting. Preise veröffentlicht drupal.org nicht, sie hängen vom Anbieter und vom Umfang ab.
Extended Support verschafft Zeit, ersetzt aber den Umzug nicht. Der Weg von Drupal 7 auf ein aktuelles Drupal ist eine Migration, kein Update – was das bedeutet und kostet, steht im Ratgeber Drupal-7-Migration: Kosten.
Was das Support-Ende praktisch bedeutet
Am Tag nach dem Support-Ende passiert sichtbar nichts. Die Risiken wachsen leise:
- ✓Sicherheitslücken: Drupal veröffentlicht Sicherheitshinweise nur noch für unterstützte Versionen. Angreifer nutzen diese Hinweise, um gezielt alte Installationen zu suchen.
- ✓Module: Contrib-Module stellen die Unterstützung alter Hauptversionen ein. Neue Versionen gibt es nur noch für Drupal 11 und 12.
- ✓PHP: Drupal 11 verlangt PHP 8.3. Ältere Drupal-Versionen hängen an älteren PHP-Versionen, die Hoster nach und nach abschalten.
- ✓Datenschutz: Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss die Technik nach dem Stand der Technik absichern (Art. 32 DSGVO). Ein CMS ohne Sicherheitsupdates passt dazu schlecht.
Was Sie jetzt tun sollten
Drupal 10: Upgrade auf Drupal 11 planen – am besten sofort. Mit dem Modul „Upgrade Status“ lässt sich prüfen, welche Module und welcher eigene Code noch angepasst werden müssen. Für eine gepflegte Website ist das meist ein überschaubares Projekt.
Drupal 7: Migration auf Drupal 11 planen. Ein Zwischenschritt über Drupal 10 lohnt nicht mehr, weil Drupal 10 im Dezember endet. Wenn Design und Struktur ohnehin überholt sind, ist ein Relaunch oft der ehrlichere Weg.
Drupal 11: Minor-Updates mitnehmen. Nur die aktuellen Minor-Versionen bekommen Sicherheitsupdates – das gehört in jede Drupal-Betreuung.