Alle Shopware-Versionen und ihr Status
Seit 2024 arbeitet Shopware mit einer festen Release-Politik: Einmal im Jahr erscheint eine neue Hauptversion (zum Beispiel 6.7), jeden Monat eine neue Minor-Version (zum Beispiel 6.7.16). Voll gepflegt wird nur die jeweils neueste Minor-Version. Die letzte Minor-Version der Vorgänger-Hauptversion bekommt „Extended Support“ – bis die übernächste Hauptversion erscheint.
Ältere Versionen erhalten Sicherheitsfixes nur noch über das kostenlose Security-Plugin von Shopware. Das ist eine Notlösung: Shopware selbst rät zum direkten Update, weil Patches per Plugin Nebenwirkungen haben können.
| Version | Erschienen | Stand heute |
|---|---|---|
| Shopware 6.7 | Juni 2025 | Aktuelle Hauptversion, voll gepflegt |
| Shopware 6.6 | März 2024 | Extended Support für 6.6.10, bis Shopware 6.8 erscheint (geplant 2027) |
| Shopware 6.5 | Mai 2023 | Nur noch Sicherheitsfixes über das Security-Plugin, Ende absehbar |
| Shopware 6.4 | Mai 2021 | Seit Mai 2025 ohne Sicherheitsupdates |
| Shopware 5.7 | Mai 2021 | Seit Ende Juli 2024 ohne Sicherheitsfixes von Shopware |
Shopware 5: Was nach dem End of Life gilt
Nach vier Jahren Übergangszeit hat Shopware die Entwicklung von Shopware 5 Ende Juli 2024 eingestellt. Seitdem gibt es keine Sicherheitsfixes mehr vom Hersteller. Ein Drittanbieter (SafeFive) bietet kostenpflichtigen Langzeit-Support an – das ist aber kein Angebot von Shopware selbst.
Shopware 5 und Shopware 6 sind technisch zwei verschiedene Systeme. Es gibt kein Update von 5 auf 6, sondern nur eine Migration: Daten ziehen um, Theme und Plugins werden neu gebaut. Was das bedeutet und was es kostet, steht im Ratgeber Shopware Migration von 5 auf 6.
Was das Support-Ende praktisch bedeutet
Am Tag nach dem Support-Ende läuft Ihr Shop weiter wie vorher. Das Risiko wächst leise: Wird eine Lücke bekannt, bekommen nur gepflegte Versionen einen Fix. Gerade Shops sind ein beliebtes Ziel, weil dort Zahlungs- und Kundendaten liegen.
Dazu kommen Folgeprobleme, die oft früher wehtun als die Lücke selbst:
- ✓Plugins: Hersteller im Shopware Store bringen Updates nur noch für aktuelle Versionen heraus. Neue Funktionen und Fixes fehlen.
- ✓PHP: Ältere Shopware-Versionen laufen nur mit älteren PHP-Versionen. Hoster schalten diese irgendwann ab oder verlangen Aufpreis.
- ✓Zahlungsarten: Payment-Anbieter passen ihre Plugins an neue Anforderungen an – meist nur für aktuelle Shopware-Versionen.
- ✓Datenschutz: Wer Kundendaten verarbeitet, muss die Technik nach dem Stand der Technik absichern (Art. 32 DSGVO). Software ohne Sicherheitsupdates ist dafür ein schlechtes Argument.
So finden Sie Ihre Shopware-Version heraus
Die genaue Versionsnummer zeigt die Shopware-Administration an, zum Beispiel 6.6.10.5. Entscheidend sind die ersten beiden Zahlen: 6.7, 6.6, 6.5 oder 6.4. Shopware 5 erkennen Sie schon am alten Backend, das mit Fenstern statt mit Seiten arbeitet.
Ohne Zugang hilft Ihre Agentur oder Ihr Hoster. Oder Sie schicken uns die Adresse Ihres Shops: Wir prüfen Version, Plugins und PHP kostenlos und sagen Ihnen, was ansteht.
Drei Wege nach dem Support-Ende
1. Update auf Shopware 6.7. Für Shops auf 6.4, 6.5 oder 6.6 der saubere Weg. Wichtig: Wer jetzt updatet, sollte auf 6.7 gehen – 6.6 ist nur noch bis zum Erscheinen von 6.8 im Extended Support.
2. Migration von Shopware 5. Für Shops auf Shopware 5 gibt es nur diesen Weg, wenn Sie bei Shopware bleiben wollen. Details im Ratgeber Shopware 5 auf 6 migrieren.
3. Relaunch. Wenn Design, Struktur und Sortiment ohnehin überholt sind, kann ein Relaunch sinnvoller sein als ein reines Update. Dann zahlen Sie den Umzug nur einmal.
Unsere Empfehlung: Bleiben Sie mit Shopware 6 nie mehr als eine Hauptversion zurück. Kleine, regelmäßige Updates sind günstiger und sicherer als ein großer Sprung alle paar Jahre. In unserer Shopware-Betreuung sind sie enthalten.